Akademisches Lehrkrankenhaus der
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Psychosomatik für Kinder und Jugendliche: Hände

Chronische körperliche Erkrankungen, aber auch akute Erkrankungen und Verletzungen, gehen neben den unmittelbar körperlichen Folgen häufig mit seelischen und psycho-sozialen Belastungen für die erkrankten Kinder, Jugendlichen und deren Familien einher.

Die Bewältigung einer chronischen Erkrankung stellt eine besondere Herausforderung für die betroffenen Patienten und deren Umfeld dar.

Psychosomatische und psychosoziale Störungen werden in der Kinderheilkunde bei bis zu 21% der Patienten festgestellt.

Neben organmedizinischer Behandlung erfordert dies eine umfassende psychosoziale Unterstützung.

Die pädiatrische Psychosomatik befasst sich mit der Diagnostik, (Mit-)Behandlung und Nachbetreuung von Kindern und Jugendlichen, die im Rahmen ihrer Grunderkrankung unter emotionalen Problemen, Verhaltensauffälligkeiten, Schwierigkeiten bei der Krankheitsbewältigung oder körperlichen Symptomen leiden.

Psychosomatik für Kinder und Jugendliche: Gruppenbild

Dabei werden die Familien mit einbezogen.

Unsere psychosomatische Station bietet Platz für 8 Kinder und Jugendliche zwischen 3 und 17 Jahren.


Unser Team

In unserem therapeutischen Team arbeiten Ärzte und Pflegende Hand in Hand mit einer Psychologin, einer Psychotherapeutin, einer Sozialarbeiterin, einer Motopädin, einer Heilerziehungspflegerin, einer Kunsttherapeutin, einer Trophologin, einer Physiotherapeutin und einer Ergotherapeutin.


Psychosomatik für Kinder und Jugendliche: Igel-Bild

Unser Konzept

Die umfassende stationäre psychosomatische und sozial-pädiatrische Therapie ist verhaltenstherapeutisch orientiert. Die verschiedenen Einzel- und Gruppenangebote sollen die sozialen Kompetenzen der Kinder und Jugendlichen stärken, die Körperwahrnehmung verbessern und ihr Selbstwertgefühl stärken. Während des stationären Aufenthaltes erlernen sie effiziente Coping-(Bewältigungs-)Strategien.


Typische Krankheitsbilder sind:

  • Somatoforme Störungen (chronische Schmerzsyndrome)
  • Funktionelle Beschwerden, die zu Schulverweigerung, sozialen Ängsten sowie zu emotionalen Auffälligkeiten führen
  • Psychische Störungen und Bewältigungskrisen bei chronischen körperlichen Erkrankungen (Diabetes mellitus, Mukoviszidose, Morbus Crohn, etc.)
  • Ausscheidungsstörungen (funktionelle Enuresis und Enkopresis, Blasenentleerungsstörungen)
  • Nichtorganische Schlafstörungen
  • Ess-Störungen (Anorexia nervosa, Bulimie, schwergradige Adipositas mit psychischer Komorbidität; Binge-eating-Störung)
  • Dissoziative Störungen (z.B. psychogene Lähmungen oder psychogene Anfälle)

Bei den aufgeführten Diagnosen kommt eine stationäre Behandlung in Frage, wenn ambulante und/oder teilstationäre Maßnahmen ausgeschöpft sind oder wenn diese aufgrund der Art und Schwere der aktuellen Symptomatik nicht ausreichen bzw. wenn die familiäre Situation dies erfordert.


Weiterführende Informationen

Letzte Änderung: 04.08.2015Zurück zum Seitenanfang