Akademisches Lehrkrankenhaus der
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Wunden, die lange bestehen und auf die üblichen Behandlungsformen (Wundverbände) nicht ansprechen, bezeichnet man als chronische Wunden. Meist finden sie sich an den unteren Extremitäten ("offene Beine"). Unter den vielen möglichen Ursachen stehen Krampfaderleiden, Arteriosklerose und Zuckerkrankheit an vorderster Stelle. Die genannten Erkrankungen sind für mehr als 90 Prozent der chronischen Wunden verantwortlich. Aber auch Lagerungsfehler bei immobilen Patienten führen an den Auflagestellen zur Entstehung von chronischen Wunden (Dekubitus). Auch können Wundheilungsstörungen nach operativen Eingriffen auftreten.

Jede chronische Wunde stellt für den Patienten eine erhebliche Beeinträchtigung durch Schmerzhaftigkeit, behinderte Mobilisation, Geruchsentwicklung und/oder Flüssigkeitsaustritt ("Sekretion") dar. Außerdem ist jede Wunde eine Eintrittspforte für Bakterien.

Operation

In dieser Spezialsprechstunde wollen wir die Ursache der Wunde erkennen, die notwendige Behandlung einleiten und damit eine Wundheilung ermöglichen bzw. das Auftreten weiterer Wunden verhindern.


Diagnostik und Behandlungsangebot

  • Abklärung von Venenleiden
  • Abklärung von Durchblutungsstörungen
  • Abklärung weiterer möglicher Ursachen der chronischen Wunde
  • Biochirurgische Madentherapie
  • VAC-Therapie
  • Ulcus-Chirurgie
  • Durchblutungsfördernde Maßnahmen (Infusionstherapie, Gefäßaufdehnung/Stent, Bypasschirurgie)
  • moderne Wundversorgung

Bitte bei Erstvorstellung mitbringen: (wenn vorhanden)

  • ärztliche Vorberichte, bisherige Wundtherapie
  • Befunde, z.B. bakterielle Abstriche (MRSA)
  • arterieller bzw. venöser Gefäßstatus
  • alle zurzeit eingenommenen Medikamente

Weiterführende Informationen

Letzte Änderung: 04.07.2017Zurück zum Seitenanfang