Akademisches Lehrkrankenhaus der
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Funktionsbereich Pathologie Funktionsbereich Pathologie

Die Funktionsabteilung für Pathologie ist im Rahmen einer intensiven Zusammenarbeit des Klinikums mit dem amedes Institut für Pathologie, Zytodiagnostik und Humangenetik in Halle GmbH entstanden, um die Vorortpräsenz eines Pathologen zu gewährleisten.

Die wörtliche Übersetzung des Wortes „Pathologie“ bedeutet „Lehre vom Leiden“. Lange Zeit war die Leichenöffnung (Obduktion) eine Hauptaufgabe der Pathologie. Sie diente dazu, kausale Zusammenhänge zwischen krankhaft veränderten Organen und der Symptomatik zu beschreiben. Durch die Forschungsergebnisse der sogenannten Zellularpathologie gewann die feingewebliche (mikroskopische) Untersuchung immer mehr an Bedeutung.

Die Arbeit der heutigen Pathologie unterscheidet sich erheblich von der Darstellung in gängigen Fernsehserien, in denen vor allem die Arbeit von Gerichtsmedizinern gezeigt wird. Das wichtigste Arbeitsmittel des Pathologen ist heutzutage das Mikroskop. So wird jede Krebsdiagnose von einem Pathologe/einer Pathologin an Gewebe oder Zellen gestellt. Dadurch kommt der Pathologie eine wichtige Lotsenfunktion für die weitere Behandlung des Patienten zu.

Durch moderne Methoden kann in vielen Fällen auch vorrausschauend analysiert werden, ob bei einem Patienten eine bestimmte Therapie erfolgsversprechend ist (individualisierte Medizin). Somit liefert der Pathologe wichtige Informationen für die behandelnden Ärzte, die die weitere Therapie festlegen. Neben dieser Arbeit am Mikroskop werden in kleinerem Umfange Obduktionen durchgeführt. Die Obduktionstätigkeit dient heute vor allem der Abklärung unklarer Krankheitsverläufe bzw. der Feststellung der Todesursache bei plötzlich verstorbenen Personen. Pathologen arbeiten im Dienste des Lebens.


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Letzte Änderung: 11.01.2018Zurück zum Seitenanfang