Akademisches Lehrkrankenhaus der
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Augenblicke in Indien



"Zur Fotografie fand ich durch Freunde während des Studiums", schreibt Wolf-Heinrich Hetzer (Foto).
"Im Fotoclub Merseburg, der zunächst in den Räumen der Alufolie Merseburg seine Entwicklung nahm, trafen kreative und engagierte Fotofreunde aufeinander, die mit ihren Kameras ironisch bis kritisch die Lebensverhältnisse in der DDR begleiteten, aber auch in ihren Fotos Humor und Lebensfreude widerspiegeln ließen. Diese gute Mischung, der konstruktive Erfahrungsaustausch über Technik, Film- und Fotoentwicklung, sowie die lebhafte Auseinandersetzung mit Inhalten und Gestaltung der Fotos überzeugten mich. Schnell wurde ich Mitglied des Fotoclubs Merseburg. Die Fotografie wurde zur Leidenschaft, die Clubmitglieder zu Freunden, so dass es mir nicht schwer fiel, 10 Jahre lang den Fotoclub Merseburg zu leiten. Meine Dunkelkammer war bis zur Wende in Betrieb. 1991 bremste der Schritt in die Selbständigkeit und meine zunehmend größer werdende Familie weitere Aktivitäten.
Heute bin ich Gelegenheits-Fotograf, der seine Kamera auf Reisen, aber auch auf Fahrradtouren in der Region dabei hat und versucht, Befremdliches, Alltägliches, Widersprüchliches, Augenblickliches auf einer daumengroßen Karte zu speichern, mitzunehmen und dem Betrachter als einen beschnittenen Abzug des Gesehenen zu offenbaren.
So gesehen, verstehe ich meine Fotos, die ich von einer Reise nach Indien mitgebracht habe, als Dokumentation, die aufzeigt, mindestens einen Bruchteil einer Sekunde die Menschen in ihrer Umgebung und in ihrer augenblicklichen Situation erlebt und begleitet zu haben. Und das ist viel, zumindest für mich.
Es bleiben Erinnerungen an schicksalsergebene, genügsame, freundliche und friedliche Menschen, an scharfe Grenzen eines Zaunes zwischen bitterster Armut und bewachtem Wohlstand, an Mütter, die auf stark befahrenen Kreuzungen mit ihrem Kind auf dem Arm bettelnd an die Scheiben der Autos klopfen, aber auch an Kinder und Jugendliche, die in ihrer Schuluniform laut und fröhlich das Straßenbild beleben.
Es sind wohl die Kontraste in Indien, die mich besonders berühren und eine Besinnung einfordern, die wirklich wichtigen Dinge mehr in den Mittelpunkt des Lebens zu rücken."












 


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Letzte Änderung: 07.08.2019Zurück zum Seitenanfang