Akademisches Lehrkrankenhaus der
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Das Carl-von-Basedow-Klinikum ist auch offen für alle Besucher, Gäste, Interessierte und Ratsuchende.

Neben Fort- und Weiterbildungen finden regelmäßig populärwissenschaftliche Vorträge und Veranstaltungen statt. In unserer Babygalerie werden die neuen Erdenbürger begrüßt.


AKTIONSTAG zur Gefäßgesundheit am CvBK


In Deutschland leiden rund 4,5 Millionen Menschen an einer pAVK.

Die periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK), umgangssprachlich als Schaufenster-krankheit  bezeichnet, ist eine Durchblutungsstörung der Beine. Ablagerungen in den Blutgefäßen führen zur Arterienverkalkung. Die Beschwerden der Betroffenen reichen von Beinschmerzen und Einschränkung der Gehstrecke über schlecht heilende Wunden bis hin zur Amputation. „Lassen Sie es nicht so weit kommen!“, mahnt Chefarzt PD Dr. Florian Thermann, Leiter des Zentrums für Gefäßmedizin am Carl-von-Basedow-Klinikum.

Zum diesjährigen Gefäßaktionstag am CVBK steht deshalb die Vorbeugung, Früherkennung und Behandlung der pAVK im Vordergrund.

„Die pAVK ist ein Problem der Gefäßalterung – und damit vor allem eine Erkrankung des älteren Menschen. Die hiermit einhergehenden Symptome wollen wir im Rahmen unseres Gefäßtages genauso darstellen wie die Notwendigkeiten und Möglichkeiten einer Therapie“, erklärt Chefarzt Thermann.

Da Diabetiker in besonderem Maße von Arterienverkalkung betroffen sind, hat er die Diabetologin Oberärztin Christine Reinicke eingeladen. In einem zweiten Kurzvortrag wird sie den Zusammenhang zwischen Diabetes und Gefäßerkrankungen erklären und auch, wie ein gut eingestellter Diabetes das Risiko von Gefäßerkrankungen senken kann.

Neben den beiden Impulsvorträgen ist ein umfangreiches Begleitprogramm organisiert.

Die AOK bietet mit dem Knöchel-Arm-Index einen schmerzfreien PAVK-Test zur Früherkennung an.

Puls, Blutdruck und Blutzucker werden gemessen. Der Body Mass Index wird auf Wunsch ermittelt und eingestuft. Dazu sind lediglich die Angabe von Alter, Körpergröße und -gewicht erforderlich. Mit einem Risiko-Fragebogen kann sich jeder selbst einschätzen.

Darüber hinaus demonstrieren die Spezialisten des Klinikums auf Wunsch die Doppler-Ultraschall-Untersuchung von Blutgefäßen.

Chefarzt PD Dr. med. habil. Florian Thermann und Oberärztin Christine Reinicke stehen nach ihren Vorträgen noch für individuelle Fragen zum Thema zur Verfügung.

„Mit dem Aktionstag 2019 möchten wir die Bevölkerung für das Thema Gefäßgesundheit sensibilisieren“, wünschen sich die Initiatoren am CvBK.

Alle Interessierten sind herzlich willkommen. Der Eintritt ist frei.

  • Zeit:     Mittwoch, 08.05.2019 15:00 – 16:30 Uhr
  • Ort:     Konferenzsaal Gesundheitszentrum Säulenhaus Merseburg Weiße Mauer 52
  • Info:    Telefon: 03461 27-1009

Dr. Carl Adolph von Basedow zum 220. Geburtstag


Jeder deutsche Medizinstudent hört vom Morbus Basedow mit den als Merseburger Trias bezeichneten Symptomen. Seit 61 Jahren trägt das Krankenhaus diesen Namen.
Wer aber war Carl von Basedow?

Carl Adolph von Basedow, geboren am 28. März 1799 in Dessau, war ein Enkel des Pädagogen Johann Bernhard Basedow. Er legte am Gymnasium in Dessau sein Abitur ab und studierte anschließend Medizin in Halle. Er promovierte 1821 bei Johann Friedrich Meckel mit einer Arbeit zu einer neue Amputationsmethode für den Unterschenkel. 1821 bis 1822 hospitierte er in Paris an den berühmten Hospitälern Hotel Dieu und Charité und erhielt 1822 bereits seine Approbation.
Im gleichen Jahr noch heiratete er Friederike Louise Scheuffelhuth. Beide hatten drei Töchter und einen Sohn, wobei die jüngste Tochter im Alter von sechs Monaten verstarb.
Seit 1822 praktizierte Basedow als Hausarzt in Merseburg. Er beteiligte sich aktiv bei der Bekämpfung von Choleraepidemien in Magdeburg und Merseburg. Er legte 1834 erfolgreich die Prüfung zur Führung eines Physikats ab. 1838 wurde der Familie der Adelstitel vom Preußischen König wieder zuerkannt. Basedow wurde 1842 zum Königlichen Sanitätsrat ernannt, 1848 wurde er Kreisphysikus in Merseburg.
Er war ein in der Hygiene und Gesundheitsvorsorge sehr engagierter Arzt, der sich z. B. für das Verbot arsenhaltiger Farben wie Schweinfurter Grün einsetzte. Er entwickelte einen „Krankenmeldezettel“, wies Trinkwasseruntersuchungen an und verordnete Luft- und Lichttherapien, zu denen er Patienten in Kurorte verschickte. Als erster im deutschen Sprachraum beschrieb er 1840 die später nach ihm benannte Krankheit, eine Überfunktion der Schilddrüse. Insgesamt veröffentlichte er etwa 60 wissenschaftliche Publikationen.
Carl von Basedow starb kurz vor Ostern im Jahr 1854 an einer septischen Infektion, die er sich bei einer Obduktion zugezogen hatte.



Eine kleine Ausstellung im Säulenhaus des Klinikums anlässlich des 220. Geburtstages zeigt Leben und Werk des verdienstvollen Arztes. Sie ist bis zum 29.04.2019 zu sehen.


Hebammenaktionstag 2019 - erstmals auch in Weißenfels


Bereits zum 15. Mal beteiligen sich die Hebammen des Carl-von-Basedow-Klinikums am weltweiten Hebammenaktionstag. Mit dabei sind diesmal auch die Hebammen, die aus Weißenfels ins Merseburger Klinikum gewechselt haben. Erstmals sind die Hebammen deshalb zusätzlich auch in Weißenfels präsent.

Jedes Jahr im Mai nutzen Hebammen auf der ganzen Welt diesen Tag, um auf ihren Berufsstand aufmerksam zu machen.

Hebammen in Deutschland unterstützen Frauen nicht nur während der Geburt. Sie bieten eine umfassende und kompetente Begleitung an - von der Familienplanung bis zum Ende der Stillzeit.
Sie betreuen die Frauen während Schwangerschaft und Geburt, stärken das Vertrauen der Eltern in ihre Fähigkeit, liebevoll mit dem Neugeborenen umzugehen, und fördern das Stillen. Auch in Pflege- und Ernährungsfragen von Kleinkindern sind Hebammen die richtigen Ansprechpartnerinnen.

Am Dienstag, dem 7. Mai, verlassen die Hebammen des Carl-von-Basedow-Klinikums die farbenfroh gestalteten Kreißsäle im Merseburger Klinikum, um vor Ort als Ansprechpartnerinnen zur Verfügung zu stehen.
Dabei informieren sie über die Möglichkeiten und Angebote für die Zeit vor, während und nach der Geburt und beraten fachkundig zum Thema Babypflege.

Das Klinikum bietet vielfältige Angebote rund um die Geburt: Vom Geburtshilflichen Informationsabend, über Vorsorge, Geburtsvorbereitung, Geschwisterschule, Akupunktur, eine individuelle Entbindung, bis hin zu Nachsorge, Rückbildungsgymnastik, Babymassage, Babyschwimmen oder Stillberatung. Auch Yoga-Kurse für Schwangere werden im Haus organisiert.

Viele Frauen, die schon entbunden haben, freuen sich auf das Wiedersehen mit „ihrer Hebamme“. Diese wiederum ist gespannt, wie groß der Nachwuchs geworden ist. Auch die Mütter untereinander können ins Gespräch kommen.

Alle, die ein Kind planen, erwarten oder schon haben, sind sehr herzlich willkommen.


Wann: Dienstag, 7. Mai 2019 von 10:00 Uhr bis 12:00 Uhr
Wo: Merseburg, Kliaplatz und Weißenfels, Promenade 24
Informationen:  Kreißsaal Telefon: 03461 27-4056


Fotoausstellung in Querfurt "Flugkünstler" - Wildvögel in Deutschland - von Michael Kersten


Geduld, schnelle Reaktion, fotografisches Geschick und eine perfekte Fotoausrüstung scheinen die besten Voraussetzungen für die ungewöhnlichen Motive zu sein, die in der aktuellen Ausstellung am Basedow-Klinikum präsentiert werden.
Michael Kersten ist Fotograf aus Leidenschaft.
„Seit vielen Jahren ist das Reisen mein großes Hobby. Da war es ganz klar, dass irgendwann die Fotografie dazu kam. Insbesondere haben es mir die Tiere und die Landschaften angetan. Alle Fotos, die hier ausgestellt sind, habe ich in freier Wildbahn und in Deutschland aufgenommen“, erklärt er.
Das erstaunt den Betrachter, der mit dieser Artenvielfalt in Deutschland gar nicht rechnet.



„In der Vogelfotografie ist für mich das Einfrieren der Flugbewegung der spannendste Teil. Die Fotos halten einen kurzen Moment der Bewegung fest, der unserem Auge meist verborgen bleibt“, beschreibt Michael Kersten seine Fotos, die er unter dem Motto „Flugkünstler“ vom 02.04.2019 bis zum 30.04.2019 am Klinikstandort Querfurt präsentiert.
 


Erstmals seit 1990 wieder 900 Geburten im Carl-von-Basedow-Klinikum


Aurelia Finzelberg erblickte am Freitag, den 30.11.2018 um 8:37 Uhr das Licht der Welt. Mit den Traummaßen von 51 cm Länge und 3.400 g Körpergewicht ist sie nicht nur der Stolz ihrer Eltern, sondern auch etwas ganz Besonderes für den Merseburger Kreißsaal.
Aurelias Mama ist die 900. Frau, die in diesem Jahr im Carl-von-Basedow-Klinikum entbunden wurde. Damit verzeichneten die Hebammen die höchste Geburtenzahl seit dem Jahr 1990.
Aurelia wird mit ihren Eltern in Merseburg wohnen. Seit der Schließung der Weißenfelser Geburtshilfe kommen aber auch zunehmend Familien aus dieser Region zur Entbindung nach Merseburg.


Die Leitende Hebamme Anke Nerlich, Oberärztin Dr. Claudia Lüdeke und Geschäftsführer Lutz Heimann gratulierten herzlich.
Das gesamte Team der geburtshilflichen Abteilung unter Leitung der Oberärztin Dipl.-Med. Anita Schmitt freut sich mit jeder jungen Familie.
Der Kreißsaal hat zu einem familienfreundlichen, farbenfrohen, wohnlichen Bereich gewandelt.
Die Frauen werden in ihrem Wunsch bestärkt, ihren Partner oder eine vertraute Person während der Geburt um sich zu haben. Für werdende Väter gibt es zeitlich unbegrenzte, kostenlose Parktickets. Als Privatleistung sind die Teilnahme an den Mahlzeiten und die Übernachtung bei Mutter und Kind für den Partner möglich.
Den Frauen stehen verschiedene Entbindungsmöglichkeiten zur Auswahl. Neben speziellen, besonders breiten Entbindungsbetten gibt es das Romarad, einen bequemen Gebärhocker und die Gebärwanne.
Alle Hebammen haben eine dreijährige Homöopathieausbildung erfolgreich abgeschlossen.
Die Methoden der Schmerzbehandlung reichen von Medikamenten über Regionalanästhesien bis hin zu homöopathischen Mittel und Akutaping. Dabei ist es auch geburtsvorbereitend möglich, ab der 36 Schwangerschaftswoche durch viermaliges Akutaping den späteren Geburtsvorgang zu erleichtern und erheblich zu verkürzen. Das geburtsvorbereitende Akutaping wird im CvBK als kostenlose Serviceleistung angeboten.
Das Carl-von-Basedow-Klinikum erfüllt selbstverständlich alle Sicherheitsstandards für Risikoschwangerschaften oder komplizierte Geburten. Hebammen, Schwestern und Ärzte darunter Geburtshelfer, Neonatologen und Anästhesisten sind Tag und Nacht anwesend. Der Bereich für Frühgeborene und kranke Babys befindet sich direkt auf der Entbindungsstation. Dadurch entfallen belastende Transporte für das Kind und es erleichtert den notwendigen Kontakt zu den Eltern.

Letzte Änderung: 18.04.2019Zurück zum Seitenanfang