Akademisches Lehrkrankenhaus der
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Das Carl-von-Basedow-Klinikum ist auch offen für alle Besucher, Gäste, Interessierte und Ratsuchende.

Neben Fort- und Weiterbildungen finden regelmäßig populärwissenschaftliche Vorträge und Veranstaltungen statt. In unserer Babygalerie werden die neuen Erdenbürger begrüßt.


‚Ausgezeichnet. FÜR KINDER‘ - Carl-von-Basedow-Klinikum erhält Gütesiegel


„Kinder sind keine kleinen Erwachsenen. Die Belange und Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen bedürfen der besonderen Berücksichtigung im Gesundheitssystem, in Medizin und Forschung.“ So steht es im Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD vom 07.02.2018.
Das ist keine Selbstverständlichkeit. Aus Kostengründen müssen immer mehr Kinderkliniken in Deutschland schließen. Um dem entgegenzuwirken, definierten alle pädiatrischen Fachgesellschaften gemeinsam ein abgestimmtes Strukturpapier mit Mindestkriterien, die eine Kinderklinik auszeichnen. Diese bilden die Grundlage für ein einheitliches Gütesiegel.
Als eine der ersten Kinderkliniken in Deutschland erhielt die Merseburger Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am Carl-von-Basedow-Klinikum das Zertifikat: ‚Ausgezeichnet. FÜR KINDER‘.
Das Gütesiegel ist nur zwei Jahre lang gültig. Die regelmäßige Neubewertung der Strukturkriterien soll eine stetige Verbesserung der stationären Versorgung in diesen Kinderkliniken unterstützen.
„Bereits zum fünften Mal haben wir uns der Überprüfung gestellt“, berichtet Chefarzt Dr. Axel Schobeß. „Auch in der neuen Bewertungsrunde der Gesellschaft für Kinderkrankenhäuser und Kinderabteilungen in Deutschland (GKinD) konnten wir die verschärften Anforderungen für das Qualitätsprädikat ‚Ausgezeichnet. FÜR KINDER‘ erfüllen“, so Dr. Schobeß stolz.



Eine Grundvoraussetzung für das Siegel ist, dass die Kliniken ausnahmslos alle Standards für die multiprofessionelle und interdisziplinäre Versorgung erfüllen. Dieses umfasst nicht nur die kontinuierliche ärztliche und fachärztliche Besetzung und das speziell qualifizierte Pflegeteam, sondern auch die weiteren Angebote z.B. aus dem pädagogischen und medizinisch-therapeutischen Bereich.
Die ausgezeichneten Kliniken müssen zeigen, dass sie nicht nur eine gute Basisversorgung anbieten, sondern auch Netzwerke aufgebaut haben, die eine gute Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit seltenen und schwerwiegenden Krankheitsbildern ermöglichen.
Die ausgezeichneten Kinderkliniken müssen eindeutig darlegen, dass sie kinder- und familienorientiert ausgerichtet sind. Dies zeigt sich an Besuchsregelungen und dem Angebot einer kostenlosen Mitaufnahme eines Elternteils bei Säuglingen und Kleinkindern.
Das Gütesiegel ‚Ausgezeichnet. FÜR KINDER‘ ist auch eine Hilfe für Eltern bei der Suche nach einer Qualitäts-Kinderklinik.
In Merseburg werden jährlich mehr als 1.250 Kinder stationär und etwa 2.500 Kinder ambulant behandelt. Für hunderte von Geburten bietet die Kinderklinik mit dem Bereich Neonatologie rund um die Uhr Sicherheit.
„Dafür stehen uns optimale Bedingungen zur Verfügung“, erklärt Chefarzt Schobeß.


„Wir sind Merseburg“ - Sommerausstellung am Klinikum


Unter dem Motto „Wir sind Merseburg“ hat sich ein Team Merseburger - Alteingesessene und Neubürger - zusammengefunden, um sich auf unterschiedliche Sichtweisen und Kulturen einzulassen. Gemeinsam haben sie ein Fotoprojekt entwickelt, welches das Leben in ihrer Heimatstadt zeigen soll.
„Ziel des Projektes war es, sich in den gemeinsamen Aktionen anzunähern und Toleranz und gegenseitiges Verständnis sowie ein Miteinander zu fördern, um Vorbehalte abzubauen“, erklärt Christa Schneider, Projektleiterin im Auftrag der Caritas. „Wir haben unsere Stadt unter verschiedenen Gesichtspunkten betrachtet und mit unterschiedlichen Blickwinkeln fotografiert.“



Bereits am 14.03.2018 hatte der Caritas Regionalverband Halle e.V. interessierte Bürgerinnen und Bürger der Stadt Merseburg eingeladen „ihre“ Stadt unter den verschiedensten Aspekten darzustellen. Entstanden sind verschiedene Tafeln mit Themen wie: Merseburger Türen, Wasserläufe, Kindergeburtstag, Brücken, in den Kochtopf geschaut, Stolpersteine, Toleranz, Bäume erzählen oder Kopftuch. Nun sollen die Ergebnisse im Foyer des Carl-von-Basedow-Klinikums in Merseburg präsentiert werden.
Das Projekt des Caritas Regionalverbandes Halle e.V. ist gefördert durch das Bundesprogramm „Demokratie leben“ und das Landesprogramm für Demokratie, Vielfalt und Weltoffenheit im Rahmen der lokalen Partnerschaft für Demokratie „Merseburg engagiert“.
Ort: Foyer Carl-von-Basedow-Klinikum in Merseburg Weiße Mauer 52
Ausstellungszeit: 04.07.2018 bis 29.08.2018 täglich von 06:00 Uhr bis 21:00 Uhr


Strategische Partnerschaft für die Gesundheitsversorgung der Menschen im Süden Sachsen-Anhalts


Eine neue, gemeinsame Richtung für die Kliniken im südlichen Sachsen-Anhalt gaben der Landrat des Saalekreises, Frank Bannert und der Landrat des Burgenlandkreises, Götz Ulrich, gemeinsam mit den beiden Geschäftsführern Lutz Heimann, Carl-von-Basedow-Klinikum Saalekreis gGmbH, und Lars Frohn, Klinikum Burgenlandkreis GmbH, in einer Führungskräfteveranstaltung am 28.04.2018 in Osterfeld bekannt [Foto].



Geplant ist, mit Wirkung zum 01.01.2019, die beiden kommunalen Klinika in einer gemeinsamen Holdingstruktur zu organisieren. Der neue Klinikverbund soll die Standorte Naumburg und Zeitz sowie Merseburg und Querfurt integrieren. Ziel ist es, Synergieeffekte zu nutzen und die Kliniken im ländlichen Raum zu stärken. Damit kann der kommunale Einfluss für die Zukunft beibehalten, Arbeitsplätze langfristig gesichert sowie die optimale und wohnortnahe Versorgung sichergestellt werden.
„Die Holding bedeutet eine strategische Partnerschaft für die Gesundheitsversorgung der Menschen im Süden Sachsen-Anhalts“, ist Geschäftsführer Lutz Heimann überzeugt.

Weiterführende Informationen


15 Jahre Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik am Standort Querfurt


Die Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik ist mit insgesamt 95 stationären und 25 tagesklinischen Behandlungsplätzen die größte Klinik am Carl-von-Basedow-Klinikum.
Im Jahr 2017 feierte sie ihr 15-jähriges Bestehen am Standort Querfurt.



Am 1. Oktober 2002 war die Klinik aus dem Schloss Zingst an der Unstrut an den neuen Standort in Querfurt Vor dem Nebraer Tor 11 gezogen. Der langjährige Chefarzt, Dipl.-Med. Uwe Räbiger, der am 28.02.2015 völlig unerwartet und viel zu früh verstarb, hatte den Bau maßgeblich mitgegestaltet. In weniger als drei Jahren Bauzeit und mit einer Investition von 13,4 Millionen Euro war ein hochmoderner Klinikneubau entstanden mit großzügigen und freundlichen Räumlichkeiten für Unterkunft und Therapie. Inzwischen bietet er Platz für die stationäre und teilstationäre Behandlung von über 100 Patienten und beherbergt eine der beiden Sprechstunden der Psychiatrischen Institutsambulanzen.
Seit Februar 2016 ist Dr. Bettina Wilms Chefärztin der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik.
Sie initiierte das 1. Querfurter Psychiatriegespräch anlässlich 15 Jahre Klinik für Psychiatrie am Standort Querfurt, welches am 08.12.2017 auf der Burg Querfurt große Resonanz fand.
Im Jahr 2018 soll die Veranstaltungsreihe fortgesetzt werden.
„Gemeinsam wollen wir über die Entwicklung der psychiatrisch-psychotherapeutischen Versorgung in der Region nachdenken und dabei vielleicht auch etwas über den „Tellerrand“ hinausschauen“, lädt Chefärztin Dr. Bettina Wilms bereits heute ein.


Amtseinführung Chefarzt Dr. Jörn Rüssel - gelebte Kooperation mit der Uni Halle


Bereits seit März dieses Jahres leitet der Onkologe Dr. Jörn Rüssel die Medizinische Klinik II am Carl-von-Basedow-Klinikum Saalekreis. Die Merseburger Klinik umfasst die Schwerpunkte Hämatologie und Onkologie sowie die Palliativmedizin und verfügt über eine 28-Betten-Station eine Ambulanz und eine Tagesklinik.
„Wir decken das komplette Spektrum der Hämatologie und Onkologie ab mit Ausnahme der Transplantationsmedizin", beschreibt Chefarzt Rüssel mit Verweis auf das Universitätsklinikum Halle. Um das höchste medizinisch verfügbare Niveau zu erreichen, ist eine noch engere Vernetzung mit umgebenden Fachärzten und den besonderen Ressourcen des Universitätsklinikums in Halle im Bereich Patientenversorgung, Forschung und Lehre geplant.



Nun haben sich die beiden kommunalen Häuser, das CvBK und das UKH, zu einer Kooperation zusammengeschlossen, welche die lokalen Versorgungsstrukturen im Bereich Onkologie stärkt. Die beiden Onkologien in Halle und Merseburg bleiben in der organisatorischen Struktur selbständig, arbeiten aber bei der Behandlung der Patienten eng zusammen und tauschen sich fachlich aus. Darüber hinaus gibt es eine Zusammenarbeit im Bereich der Pathologie.
Zu den häufigsten Diagnosen in Merseburg zählen gastrointestinale Tumore, Leukämien, Lymphdrüsenkrebs, darunter auch das Multiple Myelom, sowie gynäkologische Tumorerkrankungen.
Langfristiges Ziel ist der Aufbau eines onkologischen Zentrums, um Patienten aus der Region jederzeit moderne und zielgerichtete Therapien nach dem aktuellen Wissensstand anzubieten. Hierzu ist in einem ersten Schritt der Anschluss an das Krukenberg-Krebszentrum der Universitätsmedizin Halle erfolgt. Das bedeutet gemeinsame Tumorkonferenzen, Biobanken sowie die Versorgungsforschung. Damit werden Forschung und Lehre gestärkt.
Dr. Jörn Rüssel hat nach Abschluss des Studiums der Medizin seine Ausbildung zum Internisten, Hämatologen und Onkologen am UKH absolviert, war seit Anfang 2014 dort als Oberarzt und bis heute im Bereich der Forschung tätig.
Dr. Jörn Rüssel ist ein gefragter Spezialist und Experte auf dem Gebiet der Onkologie. Echtheit und humorvolle Gelassenheit sind Eigenschaften, die der 37-jährige, der mit seiner Frau und den beiden Söhnen in Halle lebt, an sich und anderen schätzt. Er möchte in Merseburg ein zufriedenes Team leiten, denn schlechte Stimmung überträgt sich schnell auf die Patienten, die aber hochmotivierte und empathische Mitarbeiter verdient haben.
„Die Onkologie wird altersbedingt in den nächsten Jahren einen immer größeren Stellenwert einnehmen.“, schätzt Chefarzt Rüssel ein. „Die geriatrische Onkologie ist ein zunehmend wichtiger Zweig, auch wissenschaftlich betrachtet. Das CvBK und die Martin-Luther-Universität gehen daher mit der Einrichtung einer gemeinsamen Stiftungsprofessur für Geriatrie genau den richtigen Weg“, blickt Dr. Rüssel in die Zukunft.
Die feierliche Amtseinführung am 01.11.2017 fand gemeinsam mit dem UKH in Anwesenheit der beiden Aufsichtsratsvorsitzenden Prof. Dr. Armin Willingmann, Minister für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung des Landes Sachsen Anhalt und Landrat Frank Bannert statt.

Letzte Änderung: 26.07.2018Zurück zum Seitenanfang