Akademisches Lehrkrankenhaus der
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Zu einem rege genutzten Gesundheitszentrum hat sich das Säulenhaus in Merseburg etabliert. Neben verschiedenen Arztpraxen, Einrichtungen des Klinikums und einer Apotheke beansprucht das MVZ einen großen Teil der 8.350 Quadratmeter großen Immobilie. Das Medizinische Versorgungszentrum umfasst derzeit sechs Praxen am Standort sowie drei externe Praxen.

Säulenhaus, Blick auf das Gesundheitszentrum

Das wegen seines imposanten, neoklassizistischen Säulen-Portals sogenannte Säulenhaus war in den Jahren 1912 bis 1914 durch den halleschen Architekten Alfred Koch als Verwaltungsgebäude der Landesversicherungsanstalt Sachsen-Anhalt errichtet worden. Von August 1914 bis Juni 1915 wurde es als Reservelazarett genutzt, bevor es seiner eigentlichen Bestimmung übergeben werden konnte.

Dreißig Jahre lang war das Haus Versicherungsgebäude, im Volksmund "die Klebe" genannt, weil hier Rentenmarken aufgeklebt wurden. Nach dem zweiten Weltkrieg quartierte sich zwei Jahre lang die Bezirkskommandantur der Sowjetische Militäradministration in Deutschland SMAD ein.

Ab 1953 wurde das Gebäude mit der wechselvollen Geschichte zu einem Krankenhaus umgebaut und am 5. April 1956 als Neues Krankenhaus für Innere Medizin eröffnet. Vom 01.07.1957 bis zum 25.03.1997 befand sich der Kreißsaal im Säulenhaus. Zehntausende Kinder erblickten in diesem Gebäude das Licht der Welt.

Nachdem Anfang 2009 die stationären Bereiche in den Neubau gezogen waren, wurde es etwas ruhiger auf den langen Fluren. Das Basedow-Klinikum entwickelte ein neues Nutzungskonzept und erwarb die Immobilie.

Zum 100. Jahrestag der Eröffnung wurden Foyers und Flure nach Originalentwürfen aufwändig saniert und das Säulenhaus strahlt in neuem alten Glanz.


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Letzte Änderung: 14.04.2016Zurück zum Seitenanfang