Akademisches Lehrkrankenhaus der
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Das Carl-von-Basedow-Klinikum ist auch offen für alle Besucher, Gäste, Interessierte und Ratsuchende.

Neben Fort- und Weiterbildungen finden regelmäßig populärwissenschaftliche Vorträge und Veranstaltungen statt. In unserer Babygalerie werden die neuen Erdenbürger begrüßt.


Große Angst vor kleinen Tierchen – Zecken übertragen Lyme-Borreliose


Das sonnige Wetter der letzten Tage lockt uns wieder in Garten, Wald und Wiese. Doch nicht nur wir – auch die Zecken werden aktiver. Mit ihnen steigt das Risiko an der durch einen Zeckenstich ausgelösten Lyme-Borreliose zu erkranken.
Diese Art der Borreliose wird durch bestimmte spiralförmige Bakterien, den Borrelien, hervorgerufen
Die Lyme-Borreliose kann den gesamten Organismus befallen, schwere neuropathische Symptomen und bleibende Schäden hervorrufen, wenn sie nicht rechtzeitig erkannt und ausreichend behandelt wird.
Die Zahl der Neuinfektionen pro Jahr wird für Deutschland auf 50.000 bis 100.000 geschätzt.
Gegen die Borreliose existiert keine Impfmöglichkeit, sie kann aber bei frühzeitiger Erkennung gut mit Antibiotika behandelt werden.
Bei einem Zeckenstich saugt der Parasit nicht nur Blut aus dem Wirtsorganismus. Er sondert auch Sekret ab. Dadurch können Krankheiten übertragen werden. Die Übertragungszeit hat Einfluss auf das Infektionsrisiko. Eine möglichst rasche und vorsichtige Entfernung einer Zecke ist dringend empfohlen.
Liegt eine Infektion mit Borrelien vor, kann eine Vielzahl von Symptomen auch schubweise auftreten. Zu den ersten Symptomen der Lyme-Borreliose gehören: Rötungen und Entzündungen der Haut, die Wanderröte, Geschwollene Lymphknoten, Abgeschlagenheit, anhaltende Müdigkeit und Schwäche, Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, Muskel- und Nervenschmerzen.
Wie schnell und in welchem Ausmaß diese auftreten, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Allgemein gilt, dass Kinder und ältere Menschen schneller Symptome aufweisen, die eine schwerere Ausprägung zeigen. Ebenso Menschen mit einem geschwächten Immunsystem.
Bei gesunden Erwachsenen ist es möglich, dass die Krankheit symptomlos, vollständig oder zumindest zeitwillig stumm verläuft.
In Deutschland ist die Borreliose in den neuen Bundesländern und Berlin eine meldepflichtige Krankheit.
Zu Ursachen, Verbreitung, Beschwerden, Diagnostik, Therapie und Prophylaxe der Lyme-Borreliose referiert der Neurologen, Dr. Carsten Hobohm, Chefarzt der Klinik für Neurologie, zum nächsten medizinischen Mittwoch am Carl-von-Basedow-Klinikum.
Chefarzt Hobohm steht im Anschluss an den Vortrag für individuelle Fragen zum Thema zu Verfügung.

   

Was?    Der medizinische Mittwoch zum Thema Borreliose
Wann?    Mittwoch, 05.04.2017 von 15:00 Uhr bis 16:00 Uhr
Wo?        Klinikum Merseburg, Weiße Mauer 52, Gesundheitszentrum Säulenhaus
Alle Interessierten sind herzlich willkommen. Der Eintritt ist frei. Weitere Informationen unter Telefon: 03461 27-1009 E-Mail: b.lebek@klinikum-saalekreis.de


Schmetterlingskind - meine alte Trauer


Es gibt verschiedene Namen für sie: Sternenkinder, Still-geborene, Schmetterlingskinder...

Stirbt ein Kind im Mutterleib und wiegt noch keine 500 Gramm, wird dieses Kind offiziell als Fehlgeburt bezeichnet und nicht als Person ins Geburts- und Sterberegister aufgenommen.

Frauen mit zu früh beendeten Schwangerschaften vereint die Trauer. Ganz gleich, aus welchem Grund ihre Hoffnungen und Erwartungen enttäuscht wurden.

Klinikseelsorgerin Angelika Rudnik hat mit vielen Frauen gesprochen, die unter diesem Verlust leiden, manche von ihnen ein Leben lang.

  

Vor fast zehn Jahren initiierten die Klinikseelsorgerinnen am Carl-von-Basedow-Klinikum eine Grabstelle auf dem Merseburger Stadtfriedhof, auf der zweimal jährlich die Schmetterlingskinder beigesetzt werden. In der Abteilung II etwas geschützt wurde eine Stele aufgestellt. Die Bank davor verleitet dazu, einen Moment zu verweilen.

„Wenn das Gespräch auf die Schmetterlingskinder kommt, erzählen mir Frauen oft davon, dass sie das früher auch erleben mussten und keine Grabstelle haben und nicht wissen, wo ihre Kindlein hinkamen – und oft fast gar nicht darüber sprechen konnten“, berichtet Angelika Rudnik.

„Ihnen möchte ich eine Möglichkeit anbieten, jetzt einmal mit anderen darüber zu reden. Deshalb lade ich herzlich zu einem „Andenken“ ein. Mit „Andenken“ verbinde ich sowohl einige Gedanken meinerseits als auch die Möglichkeit, ein „Andenken“ mitzubringen und auf der Grabstelle abzulegen.“

Anschließend bis ca.16:00 Uhr gibt es Kaffee und Gespräche im Begegnungszentrum der Stadtkirche Merseburg. Dieses offene Angebot ist für alle betroffenen Frauen und ihre Familien gedacht, unabhängig davon, wie lange der Verlust her ist.

 Wann:             Samstag, 1. April 2017 um 14:00 Uhr

 Wo:     Grabstelle für die stillgeborene Kindlein
            Stadtfriedhof Merseburg, Weißenfelser Str. 1, II. Feld

Informationen unter: 03461-271322 oder seelsorge@klinikum-saalekreis.de


Basiswissen für Schlaganfall-Helfer


Einseitige Gesichtslähmung, Sprachschwierigkeiten, Koordinationsstörungen - nach einem Schlaganfall leiden Betroffene lange an den Folgen. Sie sind auf Hilfe angewiesen, denn das alltägliche Leben ist stark beeinträchtigt. Nahrungsaufnahme und Körperhygiene sowie das Sprechen mit anderen Menschen sind oft nur bedingt möglich.
Ein in Sachsen-Anhalt bislang einmaliges Projekt geht in der Nachsorge von Schlaganfallpatienten einen neuen Weg. In Kooperation mit der Stiftung Deutsche Schlaganfallhilfe bildet der Schlaganfall Landesverband Sachsen-Anhalt e.V. erstmals ehrenamtlich Schlaganfall-Helfer aus. Damit will er die Versorgung und Nachsorge von Menschen mit Schlaganfall verbessern.
Das ist ganz im Sinne des Neurologen, Dr. Carsten Hobohm. Der Chefarzt der Klinik für Neurologie am Carl-von-Basedow-Klinikum in Merseburg wurde am 1. Oktober 2016 zum Regionalbeauftragten der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe (SDSH) berufen. „Ich freue mich über die gemeinsame Initiative, die für unsere Patienten, deren Angehörige, aber auch für die zukünftigen Ehrenamtlichen enorme Chancen bietet“, so Dr. Hobohm.

„Künftig sollen die geschulten Helfer den Betroffenen Beratung und Hilfe im Alltag bieten und so auch die pflegenden Angehörigen entlasten“, erklärt Projektkoordinatorin Regina Feldt.
Die Schlaganfall-Helfer sollen im Rahmen ihrer Möglichkeiten und je nach individuellem Bedarf Schlaganfallbetroffenen und deren Angehörigen Unterstützung bieten. Das können alltagspraktische Hilfen sein wie Einkaufen oder eine gemeinsame Freizeitgestaltung (Spiele, Gespräche, Ausflüge). Pflegende Angehörige werden so entlastet und können diese Zeiten zur Erholung und für eigene Aktivitäten nutzen. Darüber hinaus verfügen Schlaganfall-Helfer über Basiswissen in der Nachsorge. Sie können viele hilfreiche Tipps geben und Ansprechpartner vermitteln (Pflegeberatung, Selbsthilfe).
In drei Wochenendschulungen lernen die Helfer medizinische Aspekte, Grundlagen des Sozialrechts und Techniken der Gesprächsführung. Das Schulungskonzept entwickelte die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe in einem Modellprojekt mit der Hochschule für Gesundheit Bochum. Im Anschluss erhalten die Teilnehmer ein Zertifikat der Stiftung Deutsche Schlaganfallhilfe. Dieses ist Voraussetzung, um als ehrenamtlicher Schlaganfall-Helfer tätig zu werden.
Alle Interessierten sind herzlich zur Auftaktveranstaltung am 22. März 2017, um 17:00 Uhr ins BG Klinikum Bergmannstrost Halle, Merseburger Str. 165, 06112 Halle eingeladen.
Schulungstermine im Überblick:
    Auftaktveranstaltung            22. März 2017, 17:00 Uhr
    Schlaganfall-Helfer-Schulung I:     22. - 23. April, 10:00 – 17:00 Uhr
    Schlaganfall-Helfer-Schulung II:     20. - 21. Mai, 10:00 – 17:00 Uhr
    Schlaganfall-Helfer-Schulung III:     10. - 11. Juni, 10:00 – 17:00 Uhr
INFORMATIONSBLATT


Grippewelle flaut ab


   

Noch immer ist die Grippewelle (Influenza) nicht vorbei.
Bitte achten Sie darauf,  die Ansteckungsgefahr so gering wie möglich zu halten.
Im Krankenhaus ist die Händehygiene besonders wichtig.
Bitte kommen Sie nicht zu Besuch ins Klinikum, wenn Sie sich selbst nicht wohl fühlen.

MZ-Artikel vom 04.03.2017

INFORMATIONEN


Psychiatrische Institutsambulanz im Säulenhaus Merseburg


Seit dem 1. Februar können Patienten mit psychischen Erkrankungen auch in Merseburg die Sprechstunden der Psychiatrischen Institutsambulanz (PIA) der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik am Carl-von-Basedow-Klinikum nutzen.
Seit längerem besteht dieses Angebot bereits in Querfurt, nun ist es auf Merseburg erweitert worden.
In dem großzügigen Bereich in der Ebene 3 des Säulenhauses hat das multiprofessionelle Team seine Praxisräume.
Mitarbeiter aus dem ärztlichen und pflegerischen Dienst, eine Sozialarbeiterin und eine Psychologin arbeiten Hand in Hand.
Sie sind von Montag bis Freitag jeweils von 8:00 Uhr bis 1 4:30 Uhr erreichbar.

Hausärzte können Patienten mit akutem psychiatrischen Handlungsbedarf auch zur Verhinderung eines stationären Aufenthaltes in die Institutsambulanz im Säulenhaus überweisen.
"Unsere ambulant tätigen psychiatrischen Kollegen, die sich eine multiprofessionelle Hilfe für von ihnen behandelte Patienten wünschen, möchten wir bitten, sich vorab mit uns in Verbindung zu setzen.", informiert Chefärztin Dr. Bettina Wilms.
„Patienten in akuten Lebenssituationen, welche keinen zeitnahen Termin in einer ambulanten psychiatrischen oder psychologischen Sprechstunde bekommen, können nach Rücksprache mit ihrem Hausarzt einen Termin vereinbaren.“
Vorherige Terminvereinbarungen sind unbedingt erforderlich.
Kontakt:
Psychiatrische Institutsambulanz (PIA)
der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik
am Carl-von-Basedow-Klinikum Saalekreis
Sprechstunde Merseburg
im Gesundheitszentrum Säulenhaus Weiße Mauer 52 Ebene 3 (Aufzug blau)
Sprechzeiten: Montag - Freitag von 8:00 Uhr - 14:30 Uhr
Kontakt: Tel. 03461- 274790 über Schwester Ulrike Greulich
E-Mail: pia_mer@klinikum-saalekreis.de

Letzte Änderung: 30.03.2017Zurück zum Seitenanfang